Verstößt ein solches Stellvertreterwahlrecht der Eltern nicht gegen den Grundsatz der Höchstpersönlichkeit einer Wahl?

Es ist unumgänglich, dass der allgemein anerkannte Grundsatz der Höchstpersönlichkeit der Wahl bei einem Wahlrecht von Geburt an nicht gewährleistet werden kann. Dieser Grundsatz ist aber auch nicht ausdrücklich in der Verfassung verankert. Die Möglichkeiten zur Briefwahl und Beauftragung eines Wahlhelfers sind bereits praktizierte Abweichungen der Höchstpersönlichkeit und werden nicht in Frage gestellt. Beim Wahlrecht von Geburt an wären solche Ausnahmen also genauso möglich. In Frankreich oder England gestattet die Demokratie ihren Bürgern bei der Wahl beispielsweise die Vertretung.
Der Grundsatz der Höchstpersönlichkeit darf keinesfalls der prinzipiellen Beteiligung des gesamten Staatsvolkes an der Staatsgewalt vorgezogen werden!

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